Altes Zauberbuch: Die heilige Magie des Abramelin

und die Experimente des Magiers
Aleister Crowley mit den Abramelin-Dämonen
"Die heilige Magie des Abramelin" ist
ein sehr bekanntes altes Zauberbuch nach dem hebräischen Text aus dem Jahre
1458. Auf der Suche nach wirklich funktionierenden magischen Systemen kommt
man an diesem seltsamen Buch nicht vorbei. Abraham von Worms ist der Autor des Zauberbuches.
Im Buch beschreibt Abraham, wie er den berühmten
Magier Abra-Melin in Ägypten fand und was er von diesem gelernt hat.
Im Buch Abramelin wird darstellt, dass
es zwei Mächte gibt, die des Guten und die des Bösen. Abra-Melin erläutert,
dass die guten Kräfte (Engel) den bösen Kräften (Dämonen) überlegen sind, und
dass aus diesem Grund die zuletzt genannten den ersten untertan sein müssen.
Gelegentlich kann es jedoch vorkommen,
dass der Fall auch andersrum ist, zum Beispiel, wenn die bösen Geister
entwischen und großen Schaden anrichten. Dämonen versuchen stets mit dem
Magier einen Pakt einzugehen, um so den zwischen den Engeln und Dämonen
stehenden Menschen in ihre Gewalt zu bekommen, wie es zum Beispiel bei Dr.
Faustus und Mephistopheles der Fall war.
Gemäß dem Buch Abramelin ist jedem
Menschen ein heiliger Schutzgeist und ein boshafter Dämon zugeordnet. Nach dem
Buch Abramelin kann der Magier durch bestimmte Riten seinen heiligen
Schutzgeist beschwören, welcher ihm dann, aber nur im Fall der richtigen
Beachtung aller beschriebenen Notwendigkeiten, den ordnungsgemäßen Gebrauch
der Mächte der Finsternis unterrichtet, so dass dem Magier die bösen Geister
untertan sein müssen und ihn verschiedenen Belangen tatkräftig unterstützen.
Sollte der Magier sich aber nicht an die Vorschriften halten, ist es
unausweichlich, dass er selbst den Satansmächten zum Opfer fällt. Die Folgen
machen sich unter anderem dadurch bemerkbar, dass sein Leben zu einer Kette
aus Unglücken und Schicksalsschlägen wird, und nach seinem Tod muss der Magier
direkt in die Hölle fahren.
Zu dem berühmten Magiern, die sich in
diesem Buch versenkt hatten, gehören zum Beispiel auch Eliphas Lévi
(1810-1875), der sich kurzzeitig mit dem Inhalt des Buches versuchte. Er soll
einen großen Teil seiner magischen Kräfte dem in diesen Buch enthaltenen
Wissen verdanken.
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| Der Dämon Paimon (Dictionnaire
Inferal,1863) |
Auch der Magier Aleister Crowley
(1875-1947) machte damit praktische Experimente und versuchte vergeblich mit den im Buch
beschriebenen Ritualen seinen Schutzgeist anzurufen.
Im Abramelin-Buch gibt es Listen mit zu
beschwörenden Geistern und Dämonen. Die Beschwörung von Dämonen ist aber eine
heikle Angelegenheit.
Aleister Crowley konnte die Geister zwar
leicht herbeirufen, seine Terrasse war bald angefüllt mit schattenhaften
Gestalten, aber er konnte sie nicht unter Kontrolle bringen. Bei der
Beschwörung entkamen die Geister Paimon, Ariton, Amaaion sowie eine große
Anzahl weiterer Dämonen.
Infolgedessen entstand ein Chaos in der
Umgebung und nachfolgend ereigneten sich zahlreiche Unglücke. Die Haushälterin
konnte bald die unheimliche Atmosphäre nicht länger ertragen und verschwand
spurlos. Aleister Crowley musste daraufhin die Experimente mit dem
Abramelin-Buch abbrechen, weil ihn grosse Angst befiel.
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