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 Beschreibung des Vampirs "Graf Dracula"

 

Inhalt des Buches "Dracula" von Bram Stoker (1897 erschienenen, Horror-Klassiker)

Kurze Zeit nach seiner Ankunft auf dem Schloss des Grafen Dracula fallen dem jungen Anwalt Jonathan Harker, der zu Verhandlungen über einen Grundstückskauf nach Transsylvanien gekommen war, seltsame Dinge auf. Groß ist sein Entsetzen, als sich Graf Dracula als Vampir entpuppt, der seine Umgebung mit raffinierten Grausamkeiten quält.

 

Beschreibung des Vampirs "Graf Dracula" (aus dem Buch "Dracula" von Bram Stoker):

Graf Dracula

"In diesem Fall beruht unser ganzes Wissen auf Überlieferungen und Aberglauben. [...] Wer von uns hätte noch vor einem Jahr ernsthaft in Erwägung gezogen, dass es in unserem aufgeklärten neunzehnten Jahrhundert noch Vampire geben könnte? Wir haben selbst dann noch gezweifelt, als wir die Beweise mit eigenen Augen sahen. Allein deshalb vertraue ich auf die Überlieferungen, die es zu allen Zeiten bei allen Völkern gegeben hat. [...] Vampire existieren wirklich! Mehrere von uns haben Beweise dafür gesehen [...]. 

Der Vampir stirbt nicht wie eine Biene, die einmal gestochen hat. Er wird davon nur stärker, und je kräftiger er wird, desto umfangreicher muss er seine Schandtaten ausführen. Dieser Vampir, der sein Unwesen in unserer Mitte treibt, ist so stark wie zwanzig Männer. Er ist unglaublich listig und verschlagen, und seine Gerissenheit ist durch Jahrhunderte hindurch gewachsen.

Er beherrscht die Nekromantie, so dass er alle Toten in seiner Nähe dazu zwingen kann, seinem Befehl zu gehorchen. Er ist brutal, sogar mehr als brutal und hartherzig, denn in seiner Brust schlägt kein menschlich fühlendes Herz. Er kann in beschränktem Ausmaß den Elementen seinen Willen aufzwingen, kann Blitz und Donner, Sturm und Nebel herbeirufen. Er befiehlt auch über allerlei niedere Lebewesen wie Ratten, Eulen, Fledermäuse, Motten, Füchse, Wölfe und andere - er kann seine Größe verändern, sich zeitweise unsichtbar machen und sogar an anderen Orten wieder auftauchen. [...]

Der Vampir lebt ewig und stirbt nicht wie ein Mensch an Altersschwäche oder Krankheiten. Er verjüngt sich jedesmal, wenn er Gelegenheit hat, größere Mengen Blut zu sich zu nehmen. Denn er isst nicht wie wir. Freund Jonathan, der wochenlang in seiner Umgebung gelebt hat, kann sich nicht erinnern, ihn jemals essen gesehen zu haben.

Der Vampir wirft keinen Schatten und erzeugt keine Reflexion im Spiegel. [...] Der Vampir verfügt über Riesenkräfte [...] Der Vampir kann sich selbst in einen Wolf verwandeln [...] Oft kommt er auch inmitten eines Nebels, den er zuvor erzeugt [...] Wir wissen aber auch, dass der Umfang des Nebelfeldes begrenzt ist, weil es nur um seine Person entsteht. Er kann im Mondschein in Form von tanzenden Staubkörnchen erscheinen [...] Falls es erforderlich ist kann sich der Vampir so klein machen, dass er wie die arme Miss Lucy vor ihrem endgültigen Tod durch winzige Ritzen schlüpft. Für ihn gibt es keine Hindernisse. Er kann überall hinein oder heraus, selbst ein zugelöteter Bleisarg würde ihn keine Sekunde lang aufhalten.

Der Vampir sieht in der Dunkelheit wie eine Katze, während wir die Hälfte unseres Lebens praktisch blind sind, sofern es uns nicht gelingt, die Nacht durch künstliches Licht zu erhellen.

Burg Dracula

Und doch ist der Vampir nicht frei! Er befindet sich in einer schlimmeren Lage als ein Galeerensklave, der an seine Bank gekettet ist, oder ein Zuchthäusler, der in seiner vergitterten Zelle bewacht wird. Er kann seinen Aufenthaltsort nicht nach Belieben wählen. Obwohl er ein widernatürliches Wesen ist, muss er einigen Naturgesetzen gehorchen - weshalb, wissen wir nicht. Er darf kein Haus aus eigenem Antrieb betreten, ohne dazu aufgefordert worden zu sein. Später kann er jedoch immer wieder zurückkehren.

Bei Tagesanbruch endet seine Macht, wie es bei allen bösen Geistern der Fall ist. Er kann sich nur zu gewissen Zeiten einigermaßen frei bewegen. Hat er bis dahin sein Ziel nicht erreicht, muss er bis Sonnenaufgang, Mittag oder Sonnenuntergang warten, bevor er sich verwandeln kann [...]

Es heißt auch, er könne fließendes Wasser nur dann überqueren, wenn Ebbe oder Flut ihren Tiefst- oder Höchststand erreicht haben. Dann gibt es bestimmte Dinge, die ihn so beeinflussen, dass er machtlos ist. Dazu gehören der Knoblauch und das Kruzifix. Vor geweihten Gegenständen weicht er entsetzt zurück. Eine Heckenrose auf seinem Sarg verhindert, dass er daraus hervorkommt; eine geweihte Kugel, die in den Sarg geschossen wird, in dem er liegt, bringt ihm den Tod - ebenso, wenn man ihm einen Pfahl durchs Herz treibt, den Kopf abtrennt und den Mund mit Knoblauch füllt. [...] "

 

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