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Mord Fahndung nach Satanisten läuft... Das Grauen hinter diesem Fenster...

Nahaufnahme des Fensters: Von innen sind Farbfotos an die Scheibe geklebt, sie zeigen Manuela. In blutroter Schrift steht da: „When Satan lives“. Wenn Satan lebt.

Die blutrote Flüssigkeit ist an der Fensterscheibe heruntergetropft, die Buchstaben sind verlaufen. "When Satan lives" steht da. Wenn Satan lebt. Hinter diesem Fenster im dritten Stock eines grauen Mietshauses in Witten (Nordrhein-Westfalen) geschah ein Verbrechen. Ein Mord so grauenvoll, als hätte der Teufel selbst seine Hände im Spiel gehabt. Ein Mann wurde mit 66 Machetenhieben niedergemetzelt, von Hammerschlägen getroffen. Die Wohnung gehört Manuela B. (22), laut der allgemeinen Tagespresse 2001, einer Anhängerin des Satanskults. Der Tote ist wahrscheinlich Frank H. (33), ein Arbeitskollege ihres Mannes.

Das Hochzeitsfoto einen Monat vor der Tat (Fahndungsfoto der Polizei): Manuela und Daniel sind diabolisch geschminkt, tragen Schwarz

Das Wohnzimmer der Mord-Wohnung war schwarz gestrichen, auf dem Boden waren künstliche Totenköpfe aufgestellt. Das einzige Möbelstück ein Eichensarg. Fotos von Manuela B. kleben am Fenster: Eins zeigt sie mit einer Machete in der Hand, wie sie die Klinge ableckt. Darüber ein Foto, auf dem sie sich die Waffe an den Hals setzt. Dann: Manuela zwischen Grabsteinen, und in Leder-Dessous.

Mit ihrem Ehemann, Daniel Ruda (25) ist sie auf der Flucht. Am 6. 6. heirateten beide - ganz in Schwarz. Die Sechsen - Symbole des Teufels, des Satanskults.

Am Montag bekam Manuelas Mutter einen Brief. Darin schrieb ihre Tochter laut der Bildzeitung 2001: "Wenn du diesen Brief bekommst, könnte ich schon tot sein." Die Mutter rief die Polizei. Beamte brachen die Tür zur Wohnung des Pärchens auf und entdeckten die Leiche. Der Leiter der Mordkommission: "In 20 Jahren habe ich noch nie ein Delikt derartiger Grausamkeit, Brutalität und Rohheit erlebt. Es war eine regelrechte Hinrichtung." Letzte Klarheit über die Identität des Opfers soll ein DNS-Vergleich bringen, eine andere Identifizierung wollen die Beamten den Angehörigen nicht zumuten.

Die Mord Fahndung nach den Satanisten läuft. Von Manuela und ihrem Mann fehlt jede Spur. Nach ihnen wird bundesweit gefahndet.
 

 

 

Satan hat es uns befohlen!

In einer deutschen Kleinstadt wird ein tief religiöser junger Mann in einer schwarz gestrichenen Wohnung bestialisch ermordet. Neben einem Sarg, neben Kreuzen. Ein Menschenopfer!

Polizeipräsidium Bochum, spät in der Nacht. Das Satans-Paar von Witten im ersten Verhör. In getrennten Räumen. Die Beamten bieten Daniel Ruda (25) an: „Wollen Sie einen Anwalt?“ Er: „Nee, brauche ich nicht. Fragen Sie, ich antworte.“

Kernfrage der Beamten: „Wieso dieser entsetzliche Mord? Warum hat Ihre Frau da mitgemacht?“ Er lehnt sich zurück, schaut erstaunt und sagt: „Wir haben uns eben gesucht und ergänzt. Wir taten es auf Befehl Satans.“

Fast zeitgleich im Nebenraum: Auch das Manuela (22) gesteht. Entsetzen bei den Ermittlern: Wie ihr Mann spricht auch sie vom Teufel. Ja, er habe beide beauftragt, ihm ein Menschenopfer zu bringen. Dass es Frank H. (33) traf, einen Arbeitskollegen ihres Mannes, dass ausgerechnet er mit Hammer und Machete umgebracht wurde, sei „reiner Zufall“: „Wir hätten auch jeden anderen nehmen können. Wir haben ihn zu einer Party eingeladen, er ging einfach so mit.“

Oder haben die Satanisten ihr Opfer doch gezielt ausgesucht? Fest steht: Frank H. war sehr gläubig. Pastor Samuel Warwel, Datteln: „Er kam zum Gottesdienst zu uns, er war offen für den christlichen Glauben.“ War Frank H. deshalb das „ideale“ Opfer?
66 Verletzungen stellten die Gerichtsmediziner bei ihm fest. Die „66“, Zahl des Teufels. Hat das Satanspaar bei seinen Stichen, Schnitten und Hieben vielleicht sogar mitgezählt? Staatsanwalt Dieter Justinsky: „Details dieser Art sind noch ungeklärt und deshalb Spekulation. Aber ich bestätige: Es war ein Ritualmord.“

Gestern bei der Pressekonferenz in Bochum: Der Staatsanwalt zeigt sich geschockt über die Gefühlskälte der Teufelsanbeter:
"Es gab während ihrer Geständnisse kein Anzeichen von Reue und keine Spur von Schuldgefühl.“ Hat ihr Satanskult sie so im Griff, dass sie zu menschlicher Regung nicht mehr fähig sind? Oder steuern sie schon auf „Schuldunfähigkeit“ zu, auf Einweisung in die Psychiatrie?
Der satanische Daniel nahm sich jetzt doch einen Anwalt: Hans Reinhardt (41) aus Marl, bereits Verteidiger beim bizarren „Pokémon-Mord“.

 

 

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