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Gegen Krankheit und Unheil nach Paracelsus (1493-1541)

In den alten Zauberbüchern aus dem Mittelalter gibt es eine
Unzahl verschiedenster Amulette gegen Krankheit und Unheil aller Art. Damit
wurde versucht, mit Hilfe planetarischer Wesen und Engel, die Krankheit oder
das Unheil zu vertreiben. In diesen Büchern gibt es Amulette gegen alle
Widrigkeiten des Lebens, vom bösen Blick bis zu bösen Geistern, aber auch
gegen Feuer und Diebstahl. Die Amulette sollen die die Kraft der guten
planetarischen Geister herabziehen, um die Krankheiten zu heilen, die durch
die planetarischen Dämonen verursacht wurden.
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Im
Folgenden werden Amulette von Paracelsus (1493-1541) aus seiner "Archidoxis Magica"
beschrieben. Zu ihrer Nützlichkeit sagte Paracelsus:
„Dass aber die Dinge, die sich
außerhalb des Leibes befinden, gegen keine Sucht oder Krankheit helfen
sollten, das ist nicht der Fall. Denn die Sonne, die uns das Licht und
heiteres Wetter spendet, durchdringt auch die verborgenen Dinge, und in
die innersten Wohnungen und Kammern dringt ihre Hitze ein...
Sollte dann nicht der Lenz, die Natur und der Einfluss des Himmelsgestirns
und der Planeten und andere Mittel, die wir dazu den Metallen, Kräutern,
Steinen und dergleichen entnehmen wollen, in den menschlichen Körper auf
verborgene Organe, auf Nerven und Adern und bei verschiedenen Gebrechen
einwirken können, wenn solche in dem Fleisch, im Blut des Menschen hin und
wieder durch lange Zeit und aus mancherlei Ursachen entstehen?
Denn der Krankheit und Unfälle gibt es mancherlei, und in gleicher Weise
gibt es auch eine Heilung und Hilfe dawider, entsprechend ihren
Eigenschaften und auch zu ihren besonderen Zeiten und Tagen.
So haben also auch die Mittel der Metalle, die wider die Krankheiten in
Anwendung gebracht werden, ihre besondere Zeit der Herstellung und des
Gebrauchs...
Denn es ist nun einmal gewiss, dass dem Menschen von dem oberen Gestirn
und dessen Gewalten größtenteils Siechtum und Krankheit kommen und die
Körper befallen."
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Gegen die Fallsucht:
"Nimm
l Lot pures, feines Gold, und wenn der Mond im zwölften Grad des
Krebses steht, so schmelze es in einem Tiegel und gieß frisches,
lauteres Wasser hinein.
Nun hab acht! Sobald am Himmel eine Konjunktion zweier Planeten
zustande kommt, so hab acht auf diese Stunde, schmelze nun das Gold
wieder und wenn die Planeten zusammentreffen, so wirf zu dem Gold l
Lot Feinsilber, so dass eine gleiche Mischung aus Silber und Gold
entstehe. Gieß es nun aus und schlage es dünn, damit es in der Quere
handbreit werde. Dann beschneide es, dass es dreieckig sei und die
Gestalt bekomme, wie diese Figur zeigt. Dann glühe es wohl aus und
lasse es liegen, bis du den Mond in eben dem Zeichen und Grade
stehen findest, in dem der letzte Anfall eingetreten war. In dieser
Stunde beginne nun die vorliegenden Symbole, Zeichen und Buchstaben
in das Blech einzugraben oder zu zeichnen, das von Gold und Silber
gemacht ist.
Doch sollst du dich beeilen, damit die Aufzeichnung in der
angegebenen Stunde hergestellt und bereitet werde, denn sonst wäre
das Werk vergebens.
Zuerst sollst du das Zeichen des Planeten, in dessen Stunde der
Anfall eintrat, in die Mitte des Bleches stellen. Diese Figur ist
für den ehrenfesten Jakob Seitz hergestellt, der bei dem Fürsten von
Salzburg gewesen und in der Stunde des Merkur hingefallen war.
Die anderen Zeichen stelle so, wie sie in der Abbildung enthalten sind.
Und das Alter gehört an die Stelle, wo du in der Abbildung die Zahl 34 stehen
findest. So alt war der genannte Jakob Seitz. Diese Zahl der Jahre
sollst du einem jeden Epileptiker in sein Amulett setzen, doch einem
jedem nach seinem Alter.
Wenn diese Figur also hergestellt ist, so sollst du dem Patienten
nach seinem Anfall eine Glatze in der Größe des Bleches scheren und
sobald er nun hinfällt, sollst du das verfertigte Amulett auf die
Glatze legen, so dass die Schrift auf dem bloßen Haupte liegen möge
und binde ihm nun den Talisman darauf, bring ihn dann zur Ruhe und
lass ihn schlafen. Dann wird er nach diesem Fall ohne Zweifel nicht
mehr hinfallen, wenngleich die Krankheit 30 Jahre bei ihm gewährt
hätte. Das Blech soll er allezeit auf dem Haupte tragen und wenn ihm
das Haar wächst, so soll er es sich immer, wenn ein Monat vergeht,
scheren lassen an dem Ort, wo es ihm das vorige Mal geschoren worden
ist."
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Zur Erhaltung der Sehkraft.
"Mach
dir von gutem, feinem Blei ein rundes Zeichen in der Stunde der
Venus, wenn der Mond im Zeichen des Widders steht, und grabe in der
Stunde der Venus diese Zeichen darin, wie die Figur zeigt. Dann
sollst du in der Stunde des Saturn ein Blech von Kupfer machen in
derselben Größe wie das von Blei verfertigte und in der Stunde des
Saturn, wenn der Mond im Zeichen des Steinbocks steht, sollst du
diese Zeichen darin graben und dann beide Amulette liegen lassen, so
lange bis die Venus mit dem Saturn in Konjunktion tritt. Alsdann, in
der Stunde und in dem Punkte der Konjunktion tu diese beiden Zeichen
zusammen, so dass die Symbole und Zeichen zusammenkommen. Dann umgib
die Amulette mit Wachs, nähe sie in ein seidenes Tüchlein und hänge
sie in der Stunde des Merkur an einem Mittwoch am Hals an.
Das bringt die verlorene Sehkraft wieder, verhütet alle
Augenkrankheiten und bewahrt im Alter eine solche lautere, als ob es
in der Jugend wäre."
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Magiebücher:

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