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Die Hintergründe der Tat:
Möbus ist die bekannteste Gestalt einer Szene, die sich insbesondere im Osten wachsender Beliebtheit erfreut und international bisweilen als "National Socialist Black Metal" firmiert. Seit dem Mord an Sandro Beyer boomt die Satanistenszene in Thüringen. Mit zwei Freunden hatte Hendrik Möbus aus Sondershausen in Thüringen am 29.4.1993 angeblich laut der Boulevardpresse den Mitschüler Sandro Beyer in eine Hütte gelockt, dort an einen Stuhl gefesselt und schließlich mit einem Elektrokabel erdrosselt, angeblich nach dem Vorbild des Horrorfilms "The Evil Dead". Die Täter gehörten einer auffälligen Clique an, die sich laut der Boulevardpresse schwarz kleidete, kreidebleich schminkte, Black Metal Musik hörte, Splatter-Videos schaute und des Öfteren nachts auf dem Friedhof zusammenkam und mit Blut oder Rotwein Pentagramme auf den Boden malte. Für die Presse war der Fall damit klar: "Der Satansmord von Sondershausen" machte bundesweit Schlagzeilen. "Die ständige Beschäftigung mit satanistischem Gedankengut und mit Tötungsdarstellungen in Filmen", habe die "bei anderen Menschen vorhandene Hemmschwelle vor einer Tötung deutlich herabgesetzt", befand das Gericht, blieb aber im Urteil deutlich unter der zulässigen Jugendhöchststrafe, um die Rückkehr "in ein normales Leben" zu ermöglichen. Der damals 17-jährige Hendrik Möbus erhielt 1994 im Prozess vor dem Landgericht Mühlhausen acht Jahre Jugendstrafe. Nach fünf Jahren wurde er im Herbst 1998 vorzeitig auf Bewährung entlassen. Vorbild für Hendrik Möbus war
angeblich der rechtsextreme Musiker Varg Vikernes
aus Norwegen, der wie Hendrik laut der Presse Musiker und Satanist sei. Varg Vikernes ist
seit 1993 inhaftiert, weil er seinen Musiker-Kollegen Oystein Aarseth
alias Euronymus der Black Metal-Band Mayhem tötete. Über Bands wie "Barad Dúr"
oder "Asaru" wird behauptet, sie würden die Ansicht vertreten: "Die richtige Lösung wäre, 60 bis 70 Prozent der
Menschheit auszurotten", "Kirchen abfackeln ist absolut okay", und "Mord
ist gut gegen Überbevölkerung". Hendrik Möbus ist mittlerweile mit eigener Homepage zum Internetstar
der rechten Szene aufgestiegen. In der Szene nennt er sich Jarl Flagg
Nidhögg. Noch während seiner Haft konnte Möbus mit seiner Band "Absurd"
eine CD und eine Musikkassette aufnehmen und veröffentlichen. Auf dem
Cover ist das Grab des ermordeten Sandro Beyer zu sehen. "Er wurde von
Absurd am 29. April 93 ermordet", steht daneben. Lieder der Band heissen
"Zyklon B" und "Tod im Wald". Im Song "Tod im Wald" heisst es: "Im Wald
hört niemand der Opfer Schrei. Wieder ist die grausige Tat vollbracht. Der
Toten letzte Worte waren: Gott steh mir bei! Und der Vollmond scheint in
finstrer Nacht." In Interviews äusserte sich Möbus laut der Boulevard-Presse zum Mord: "Ich weiß ja nicht, ob man in der Nazi-Zeit bestraft worden wäre, wenn man Volksschädlinge unschädlich gemacht hätte." Die "weiße Rasse" zeichne sich "seit jeher vor anderen Großrassen" aus, er kämpfe gegen die "Zersetzung des Deutschtums". Nachdem Möbus mit solchen Äusserungen gegen die Bewährungsauflage verstieß und als er dann dann noch Sieg-Heil-brüllend bei einem Konzert im thüringischen Behringen gesichtet wurde, leitete die Justiz gegen ihn zwei Verfahren wegen Verunglimpfung Verstorbener und wegen der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole ein. Als er verurteilt wurde, flüchtete er im Dezember 1999 in die USA.
William Pierce, der Chef der US-Nazi-Organisation "National Alliance",
beherbergte ihn auf seinem Anwesen in West Virginia. Pierce ist Autor der
"Turner Diaries", eines Romans, in dem weiße Rassisten ein letztes Gefecht
gegen den Staat führen und dabei in ihrer Not ein Gebäude in die Luft
sprengen, eine literarische Vorlage für den Anschlag des Timothy McVeigh
auf das Oklahoma City Building, bei dem über 160 Menschen ums Leben kamen.
Pierce gedenkt des hingerichteten McVeigh auf seiner Website. |
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Varg Vikernes
Vorbild für Hendrik Möbus war laut
der Boulevard-Presse angeblich Varg (Christian) Vikernes, der
norwegische rechtsextreme Sänger der Black-Metal Richtung und Initiator
des Ein-Mann-Projekts "Burzum". 1993 tötete der dieser seinen
Musiker-Kollegen Oystein Aarseth alias Euronymus der Black Metal-Band
Mayhem. Über die möglichen Motive für den Mord an dem Sänger der Black Metal-Band Mayhem kursieren verschiedene Versionen: Einige berichten, daß zwischen den beiden ein Streit um die Führungsposition in dem von ihnen initiierten satanischen The Black Circle entbrannt war. Andere vermuten, daß die Veröffentlichung einer neuen Burzum- Platte auf Aarseth's Label Death like Silence Records der Ausgangspunkt des Konfliktes war. Vikernes selbst äußerte sich laut der Presse dazu:
"Ich wurde, als ich 20 Jahre alt war, also 1993, inhaftiert. Mein Entlassungstermin könnte im August 2005 oder 2007 sein,- es kommt darauf an, wieviel ich von meiner Gesamtstrafe, welche 21 Jahre beträgt, absitzen muß. Neben dem Mord an dem Gitarristen von Mayhem, wurde ich noch für andere Taten verurteilt. Unter anderem für Diebstahl und unerlaubten Besitz von 150 Kilogramm Sprengstoff, Brandstiftung an 4 jü... Tempeln (Kirchen) und verschiedene Einbrüche in Hütten, Waffen-Läden und wo man sonst noch an Waffen herankommt. Ausgenommen der 150 Kg Sprengstoff (Dynamit und Glynit), gab es keine Beweise für die anderen „Verbrechen", für die ich verurteilt wurde. Ich bin im Gefängnis aufgrund von Polizeispitzeln,-wie wahrscheinlich 90% aller Gefangenen, und ihrer Falschaussagen. Die Vorgeschichte zum Mord ist ziemlich kompliziert. Um es kurz zu machen; ich habe einen Vertrag mit einem Label geschlossen, welches sich als von einem Kommunisten geführtes Label herausstellte. Ich verließ dieses Label und gründete mein eigenes. Dieses führte zu noch mehr Ärger zwischen uns und es kam zu einem ideologischen und auch persönlichen Konflikt. Als er verbreitete, ich würde ein schlechtes Bild auf die Metal-Szene durch meine wotanistischen und rassistischen Ansichten werfen, eskalierte es. Die meisten der Metal-Szene -nicht alle- waren meiner Meinung und das brachte ihn zum verzweifeln. Schließlich plante er, mich umzubringen. Sein Plan war, mich mit einer Elektroschock-Pistole (wie auch die Armee und die Polizei sie manchmal benutzt) bewußtlos zu machen. Danach wollte er mich fesseln und zu Tode foltern, alles an einem verlassenen Ort. Das alles wollte er sogar auf Video aufnehmen! Einige seiner „Freunde" erzählten mir von seinem Vorhaben und natürlich wurde ich sehr wütend! Ich fuhr dann zu seiner Wohnung und stellte ihn zur Rede. Sagte, er soll vorsichtig sein. Doch er bekam Panik und griff mich an,- ich verteidigte mich und um es kurz zu machen, es endete damit, daß er sich das Leben nahm. Ich wurde dann beschuldigt ihn ermordet zu haben, aber es war wirklich nicht so, schließlich wurde ich von ihm angegriffen... "
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