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Woran man einen Vampir erkennt...

 

Das Lexikon erteilt zum Begriff "Vampir" folgende Auskunft: "Ein Gespenst oder wiederbelebter Leichnam, gewöhnlich der eines Hexers, Verbrechers etc., der nachts sein Grab verlässt und Schlafenden das Blut aussaugt, was ihm oder ihr Unsterblichkeit verleiht (übertr.) eine Person, die sich auf Kosten und zum Schaden anderer ernährt."

Der Legende nach schlafen Vampire tagsüber in ihren Särgen und kommen erst nachts daraus hervor, wenn ihr Leben beginnt. Sie brauchen die Erde ihres Heimatlandes zur Ausstattung ihrer Schlafstätten, den Gruften, in denen sie tagsüber ruhen.

Es gibt eine Unzahl von Methoden, einen Vampir zu erkennen, vor allem an dem abscheulichen Gestank, den sein Atem angeblich ausströmt. Er hat einen Leichengeruch an sich, und das ständige Trinken menschlichen Blutes bringt eine bestimmte Blässe mit sich. Ein Vampir gilt als mager bis dürr, sein Gesicht ist kalkweiß, die Augen stechend. Man sagt ihm unter anderem hypnotische Fähigkeiten nach. Der Legende nach wird sein Bild wird nicht vom Spiegel reflektiert, und er ist außerdem nicht in der Lage, sich durch oder über Wasser fortzubewegen. Eines der sichersten Erkennungsmerkmale sind jedoch seine langen, glatten, scharfen Eckzähne, die er nicht verbergen kann.

Man glaubt, dass Vampire die Fähigkeit haben, sich in einen Wolf oder in eine Fledermaus zu verwandeln, und wenn sie nachts in den Schlafzimmern ihrer Opfer erscheinen, beruhigen sie diese zunächst durch sanfte, streichelnde Bewegungen, ehe sie ihnen die messerscharfen Eckzähne in den Hals graben.

Viele Menschen glauben, man kann sich einen Vampir durch den Gebrauch bestimmter Kräuter, vor allem aber durch Knoblauch, vom Hals halten. Auch ein Kruzifix ist der Legende nach angeblich ein hervorragendes Mittel, um Vampire in die Flucht zu schlagen.

Hier tötet ein Vampirjäger einen Vampir, indem er einen Pfahl durch dessen Herz treibt ("Horror of Dracula", 1958)

Es gibt noch unzählige andere, angeblich ebenso wirkungsvolle Methoden. Ein Mensch, den sich ein Vampir als Opfer ausersehen hat, kann dadurch entkommen, dass er einen Rosenkranz um den Hals trägt, Knoblauch oder Wolfsbann vor die Türen und Fenster legt, oder Weihwasser kreisförmig um sich spritzt und so einen geschützten Raum schafft, in den der Vampir nicht eindringen kann.

Der solchermaßen Geschützte kann es dann seinerseits mit dem Vampir aufnehmen, indem er ihn mit einer Silberkugel erschießt, ihm die Brust mit einer Spitzhacke oder einer Lanze durchbohrt, ihn erhängt und danach in der traditionellen Weise pfählt oder ihm den Kopf abschlägt und die Überreste im Feuer vernichtet.

Die bekannteste und bevorzugte Methode, sich eines Vampirs zu entledigen, ist tagsüber sein Grab aufzusuchen und ihm einen Pfahl durch das Herz zu bohren. Je nach Alter des Vampirs wird dieser dann nach und nach verwesen oder, wenn er bereits alt genug ist, sekundenschnell zu Staub und Knochen zerfallen, sagt man.

Man kann auch nachts, wenn man seine Ruhestätte entdeckt hat, Weihwasser rings um das leere Grab sprenkeln und entsprechende Gebete sprechen, was den Vampir daran hindert, an seinen Aufenthaltsort zurückzukommen.

Wesen, die sich vom Lebensblut anderer ernähren, haben die Menschen auf der ganzen Welt über Jahrhunderte hinweg besonders entsetzt und fasziniert.

Der Legende nach gibt es eine weitere, angeblich die beste Methode von allen: Ein Priester legt ein Kruzifix in den leeren Sarg, so dass der Vampir nicht mehr dorthin zurückkehren kann. Auf diese Weise nimmt man ihm seine Zufluchtstätte, und die ersten Sonnenstrahlen lassen ihn angeblich zu Staub zerfallen.

Es ist leicht, über manche absonderlichen Erscheinungen zu lächeln, die der Vampirkult mit sich bringt, aber dennoch besitzt diese Legende eine ernstzunehmende Grundlage, an der niemand zweifeln kann, der sich jemals mit den Phänomenen des Vampirismus beschäftigt hat.

Und auch bis heute gibt es immer wieder in der Presse Berichte über Vampirismus, bei denen Tiere und sogar Menschen überfallen werden. Es gibt viele Beispiele für Vampire der keineswegs übernatürlichen Sorte: Menschliche Lebewesen, die eine morbide Befriedigung dabei empfinden, ihren unnatürlichen Durst durch das Blutsaugen bei Lebendigen oder, noch grauenvoller, bei kürzlich Verstorbenen zu stillen.

 

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